Wasser bleibt auf Terrassenplatten stehen, wenn das Gefälle fehlt, die Platten im Verbund keine Fuge haben oder die Oberflächenspannung das Wasser auf der dichten Feinsteinzeugfläche hält. Feinsteinzeug nimmt fast kein Wasser auf, es muss also abfließen, nicht einziehen. Hilft das Gefälle allein nicht, lässt sich das Wasser über die Fuge ableiten: mit Terra Drain, einem kleinen Kunststoffclip, der in die Fuge gesteckt wird und die Wasserhaube an der Plattenkante aufbricht. Den gibt es in Bonn nur bei uns.
Wir verkaufen Terrassenplatten aus Feinsteinzeug seit Jahren und hören nach jedem Regen dieselbe Frage. Hier die Antworten, sortiert nach den Fragen, die bei Google dazu gestellt werden.
Warum bleibt Wasser auf Terrassenplatten stehen?
Drei Ursachen, die oft zusammenkommen:
- Zu wenig Gefälle. Die Fachregel für Außenbeläge nennt ein Gefälle von etwa 1,5 bis 2 Prozent vom Haus weg, also 1,5 bis 2 Zentimeter auf einen Meter. Bei großen Platten fällt schon ein halbes Prozent zu wenig auf: Die Mitte der Platte liegt tiefer als die Kante, und dort bleibt die Pfütze.
- Das Material nimmt nichts auf. Feinsteinzeug hat eine Wasseraufnahme von höchstens 0,5 Prozent. Das ist der Grund, warum es frostsicher ist, und zugleich der Grund, warum jeder Tropfen auf der Oberfläche bleibt, bis er abläuft oder verdunstet. Betonplatten saugen einen Teil weg, Feinsteinzeug nicht.
- Oberflächenspannung an der Kante. Auf einer glatten Platte bildet das Wasser eine zusammenhängende Haube. An der Plattenkante hält die Oberflächenspannung diese Haube fest, besonders bei schmalen Fugen und bei Platten auf Stelzlagern, unter denen Luft ist. Das Wasser steht dann wie auf einem Tablett, obwohl das Gefälle stimmt.
Wie viel Gefälle braucht eine Terrasse?
Ein bis zwei Prozent, vom Gebäude weg. Bei einer Terrasse von vier Metern Tiefe sind das vier bis acht Zentimeter Höhenunterschied zwischen Hauswand und Vorderkante. Das Gefälle entsteht im Unterbau: im Splittbett, in der Drainagematte oder bei Stelzlagern durch die Einstellung der Lager. Nachträglich lässt es sich bei lose verlegten Platten korrigieren, bei verklebten Platten nur mit Ausbau. Wie Feinsteinzeug draußen verlegt wird und wo seine Grenzen liegen, steht in Nachteile von Feinsteinzeug.
Terrassenplatten im Splittbett, auf Stelzlagern oder im Mörtel?
- Splittbett: Platten in 2 Zentimetern Stärke lose auf verdichtetem Schotter und Splitt. Wasser läuft durch die Fugen in den Unterbau. Günstig, nachjustierbar, braucht Randeinfassung und etwas Pflege der Fugen.
- Stelzlager: Die Platte liegt auf höhenverstellbaren Füßen, darunter bleibt Luft. Ideal auf Balkonen und Dachterrassen mit Abdichtung. Die Fuge ist durch die Lagerstege vorgegeben, meist 3 bis 5 Millimeter. Hier staut sich Wasser am häufigsten, weil die Platte ringsum frei liegt und die Fuge schmal ist.
- Drainmörtel oder Kleber auf Beton: Fest, aber nur mit Entkopplung und Gefälle in der Betonplatte. Fehler sind hier am teuersten.
Wie trocknen Terrassenplatten nach dem Regen schneller?
Wo das Gefälle stimmt und die Pfützen trotzdem bleiben, ist meist die Oberflächenspannung an der Kante das Problem. Dafür führen wir Terra Drain: einen Clip aus Kunststoff, der ohne Werkzeug in die Fuge zwischen zwei Platten gesteckt wird. Er berührt die Wasserhaube an der Plattenkante und bricht die Spannung, das Wasser läuft über die Fuge nach unten ab, statt auf der Platte zu stehen. Vier Dinge sind uns daran wichtig:
- Das Wasser läuft schneller ab, die Platten trocknen schneller und sind früher wieder begehbar.
- Der Clip wird eingesteckt, nicht verklebt. Nachrüsten geht bei jeder lose verlegten Terrasse, auch auf Stelzlagern.
- Er sitzt in der Fuge und fällt optisch kaum auf.
- Er ersetzt kein Gefälle. Wer zwei Zentimeter Wasser in einer Senke hat, braucht den Unterbau, nicht den Clip.
Terra Drain gibt es in Bonn exklusiv bei uns. Wie viele Clips eine Terrasse braucht, hängt von Format und Fugenbild ab. Bringen Sie den Grundriss mit, wir zählen es mit Ihnen durch.
Was sonst gegen Pfützen hilft
- Platten mit strukturierter Oberfläche (R11) halten weniger Wasser als glatte und sind nass sicherer. Mehr dazu in R9, R10 oder R11?
- Fugen nicht mit Sand oder Mörtel zuschmieren, wenn die Terrasse über die Fuge entwässern soll.
- Grüne Beläge und Kalkränder entstehen dort, wo Wasser lange steht. Wer die Pfützen löst, spart sich die Reinigung.
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