Auf Granit gehören keine dauerhaft sauren oder stark alkalischen Reiniger, keine Scheuermittel, keine Stahlwolle und keine Wachse oder Glanzpflege, die einen Film bilden. Heiße Töpfe verträgt Granit gut, einen schroffen Temperatursprung aber nicht immer. Und schneiden sollten Sie auf einem Brett, nicht auf dem Stein, vor allem wegen des Messers.
Granit ist der unkomplizierteste Naturstein, den wir in Bonn-Lengsdorf für Küche, Bad und Fensterbank verarbeiten. Unkompliziert heißt aber nicht unverwüstlich. Hier die Antworten auf die Fragen, die bei Google zur Pflege von Granit am häufigsten gestellt werden.
Was darf nicht auf Granit?
- Saure Reiniger auf Dauer. Granit ist weit säurebeständiger als Marmor. Ein Spritzer Zitrone oder Essig hinterlässt in der Regel nichts. Wer aber täglich mit Essigreiniger, Entkalker oder Zitronensäure wischt, greift auf Dauer die Politur und die Imprägnierung an. Dazu kommt: Im Handel heißt vieles Granit, was geologisch ein Gneis, ein Gabbro oder ein Quarzit ist, und einzelne Sorten enthalten kalkhaltige Anteile. Prüfen Sie im Zweifel an einer verdeckten Stelle.
- Chlor, Bleiche, Backofen- und Rohrreiniger. Stark alkalische oder chlorhaltige Mittel können helle Steine verfärben und Imprägnierungen lösen.
- Scheuermilch und Schwämme mit Scheuerseite. Auf polierten Flächen hinterlassen sie mit der Zeit matte Stellen.
- Stahlwolle und Topfkratzer aus Metall. Feine Metallreste bleiben in den Poren und können rosten. Die Rostflecken sehen aus wie ein Fehler im Stein.
- Wachse, Ölpolituren, silikonhaltige Glanzmittel. Sie bilden einen Film, der Schmutz bindet und streifig wird. Auf Granit gehört keine Schicht, sondern höchstens eine Imprägnierung, die in den Stein einzieht.
Für die tägliche Reinigung reicht warmes Wasser mit einem Spritzer Neutralreiniger oder einer Natursteinseife. Pflegemittel für Naturstein, etwa von Lithofin, führen wir an der Theke. Die Anleitung steht auf der Flasche.
Darf ein heißer Topf auf Granit?
Granit hält Hitze gut aus. Ein Topf vom Herd schadet einer massiven Granitplatte normalerweise nicht. Kritisch ist der plötzliche Temperatursprung an einer Stelle, etwa ein Bräter direkt aus dem 250-Grad-Ofen auf eine kalte Platte am Fenster. Dabei entstehen Spannungen, und an Stellen mit natürlichen Haarrissen oder harzverfüllten Poren kann der Stein reißen oder sich verfärben. Viele Platten werden im Werk an der Oberfläche mit Harz gefüllt, und Harz verträgt Hitze schlechter als der Stein selbst. Ein Untersetzer kostet nichts und erspart die Frage.
Darf man auf Granit schneiden?
Dem Granit schadet das Messer meist weniger als umgekehrt. Granit ist mit seinem Quarzanteil härter als Messerstahl, die Klinge wird auf dem Stein in kurzer Zeit stumpf. Auf polierten Flächen hinterlassen Messer trotzdem feine Spuren, vor allem durch Sandkörner und Abrieb, die beim Schneiden mitgerieben werden. Nehmen Sie ein Brett aus Holz oder Kunststoff.
Wie bekomme ich Flecken aus Granit?
Helle und unimprägnierte Granite können Öl und Fett aufnehmen. Der Fleck wird dunkel und bleibt. Frische Flecken sofort abtupfen, nicht verreiben. Eingezogene Fettflecken lassen sich oft mit einer Fleckenpaste für Naturstein herausziehen, die man aufträgt, trocknen lässt und abnimmt. Damit es gar nicht so weit kommt, imprägnieren Sie Granit in der Küche nach dem Einbau und frischen die Imprägnierung alle paar Jahre auf. Ob Ihr Stein Wasser aufnimmt, sehen Sie mit einem Tropfen Wasser: Wird die Stelle nach einigen Minuten dunkel, ist es Zeit.
Granit oder Marmor: der Unterschied in der Pflege
Bei Marmor, Kalkstein und Travertin gilt alles oben, nur strenger: Diese Steine bestehen aus Kalk und werden schon von Zitronensaft, Wein oder Essig matt. Mehr dazu im Beitrag Welcher Naturstein ist pflegeleicht? In unserer Ausstellung in Bonn-Lengsdorf liegen Hartgestein und Weichgestein nebeneinander, mit polierter und geschliffener Oberfläche. Am Material sieht man den Unterschied schneller als im Text.
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